ASR A1.3 und ISO 7010

Wenn Sie in Ihrer Firma komplette Bereiche neu beschildern oder zum Beispiel einen Neubau mit Verbotsschildern und anderen Hinweisschildern ausstatten wollen, sollten die Kennzeichnung der Arbeitsstätten und öffentlichen Bereiche nach ASR 1.3 mit den Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010 erfolgen. Sie können den Einsatz in Ihrem Unternehmen mit den folgenden Normen überprüfen:

DIN EN ISO 7010

Die DIN EN ISO 7010 mit dem Titel Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen – Registrierte Sicherheitszeichen umfasst die international genormten und registrierten Sicherheitszeichen. Die Gestaltungsgrundlagen für diese Zeichen, also auch Verbotszeichen, sind wiederum in der DIN ISO 3864 geregelt. Sie beschreibt in vier Teilen die Gestaltungsgrundlagen:

  • für Sicherheitszeichen und Sicherheitsmarkierungen,
  • für Sicherheitsschilder auf Produkten,
  • für graphische Symbole zur Anwendung,

und die Farb- und photometrischen Eigenschaften von Trägermaterialien für Sicherheitszeichen.

Besonders der dritte Teil der ISO 3864 geht dabei auf den Grundsatz ein, dass jedes Piktogramm genau eine Sicherheitsaussage vermitteln darf. Festgelegte Kriterien dieser Norm sind beispielsweise neben der geometrischen Form und Farbe, die Schrift, die Linienbreite oder auch Determinanten. Letztere sind Teilsymbole, die sich auf verschiedenen Schildern mit wechselnden Piktogrammen wiederholen und damit die Bedeutung des Sicherheitszeichens bestimmen.


ASR A1.3 AenderungenWeltweit hat man sich mit der Umstellung auf die DIN EN ISO 7010 für die registrierten Zeichen ausgesprochen. Auf internationaler Ebene vereinfacht eine geregelte Sicherheitskennzeichnung und die normgerechte Gestaltung und Ausführung den Informationsaustausch. Vereinheitlichte Verbotsschilder führen demnach zu einem besseren Verständnis. Mit der Einführung dieser Norm haben sich jedoch auch einige Beschilderungen in ihrer Darstellung geändert. Zwar ist der Unterschied nur bei genauer Betrachtung zu erkennen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie die vorhandenen Verbotsschilder in Ihrem Unternehmen jedoch überprüfen.
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ASR A1.3 – Technische Regel für Arbeitsstätten

In Deutschland selbst etabliert sich die ISO 7010 vor allem in Verbindung mit der ASR A1.3. Die neue Arbeitsstättenregel ist seit 13.03.2013 gültig und beinhaltet die wesentlichen Bestimmungen über Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung. Das heißt, die ASR A1.3 gibt den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene für das Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten wieder. Dafür bezieht sich die Norm auf alle Sicherheitszeichen der Richtlinie 92/58 EWG sowie eine Auswahl an zusätzlichen für Arbeitsstätten bedeutsamen Sicherheitszeichen, alle in den Ausführungen nach DIN EN ISO 7010 + DIN 4844-2. Für mehr Informationen finden Sie hier die vollständige ASR A1.3:2013 (Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Die Sicherheitszeichen sollten in jedem Fall einheitlich sein. Kombinieren Sie nicht alte und neue Normen. Zudem gibt die ASR A1.3 Empfehlungen hinsichtlich der Größen von Verbotsschildern. Kennzeichnen Sie jetzt nach der aktuellen Norm, denn es gelten keine Übergangsfristen und damit kein Bestandsschutz für bisherige Verbotsschilder! Außerdem sichern Sie sich im Falle von Unfällen und Schäden rechtlich ab und riskieren keine Beanstandungen bei Kontrollen.