Verbotsschilder nach Norm

Grundsätzlich wird der Einsatz von Verbotsschildern durch bestimmte Vorschriften und Normen geregelt. Dies betrifft beispielsweise sowohl unsere Straßenlandschaft, im Sinne der StVO, als auch die Betriebsstätte.

Ursprüngliches Regelwerk für den Einsatz von Verbotszeichen in Betrieben sind die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (BGV) zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz und die Arbeitsstättenregel ASR A1.3 (2007).

DGUV Vorschrift 9 (ehemals BGV A8)

Die Vorschrift beschreibt auf Maßgabe einer Gefährdungsbeurteilung den Einsatz von entsprechenden Kennzeichnungen, wenn Gefahren im Unternehmen bestehen. Im Rahmen einer internationalen Gesetzgebung wurde allerdings 2013 mit der DIN EN ISO 7010 ein weltweiter Standard für die Sicherheitskennzeichen und damit auch für Verbotszeichen eingeführt. Daher ist davon auszugehen, dass eine Kennzeichnung von Verboten nach dem neuen Standard die DGUV Vorschrift 9 großteils hinfällig werden lässt. Flächendeckend eingesetzt wurde die BGV A8 in Verbindung mit der DIN 4844.

DIN 4844

Die DIN 4844 ergänzt in drei Teilen nationale Regelungen zur internationalen Sicherheitskennzeichnung.

  • DIN 4844-1 regelt „Erkennungsweiten sowie farb- und photometrische Anforderungen“ für beleuchtete und hinterleuchtete Sicherheitszeichen.
  • DIN 4844-2 umfasst „Registrierte Sicherheitszeichen“
  • DIN 4844-3 beinhaltet Anforderungen an „Flucht- und Rettungspläne“

Langfristig sollen die in der nationalen Norm DIN 4844-2 enthaltenen Sicherheitszeichen an die international genormten Sicherheitszeichen und Piktogramme angepasst und vereinheitlicht werden. Insofern wurde die DIN 4844 weitgehend von der ISO 7010 abeglöst und ist nur noch eine Restnorm für Zeichen, die nicht in der DIN EN ISO 7010 enthalten sind (zum Beispiel Wassersport „WSP“). Für diese Zeichen gelten die gleichen Kategorien, Farben und Nummerierungen wie in der ISO 7010, allerdings tragen die Zeichen zusätzlich ein „D“, wie zum Beispiel bei „Zutritt für Unbefugte verboten“.

Nach welcher Norm kennzeichnen Sie nun richtig?

Informieren Sie sich über die aktuell geltenden Normen für Arbeitsstätten und stellen Sie bereits bestehende Beschilderung um. Nur wer nach aktueller ASR A1.3 kennzeichnet, kann die Vermutungswirkung, die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung erfüllt zu haben, auch für sich geltend machen!