Verbotsschilder nach StVO

Anwendung StVO auf Betriebsgelände

Jeder Autofahrer kennt sie: Tempolimits, STOP-Zeichen, Park- und Überholverbote. Verkehrsschilder sind aus dem Straßenverkehr nicht wegzudenken. Sie dienen der Umsetzung der Straßenverkehrsordnung (StVO) und sind damit essentiell für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Nach der Verordnung sind rund 160 verschiedene Verkehrszeichen (Gebots-, Richt- und Vorschriftzeichen) auf deutschen Straßen zugelassen. Zusätzlich gibt es unzählige Zusatzzeichen und Hinweisschilder. Die Verbotsschilder sind nach dieser Verordnung den Vorschriftzeichen zuzuordnen, denn diese enthalten Gebote und Verbote. Diese Zeichen stehen dort, wo die Anordnungen zu befolgen sind.

Die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung kann auch auf dem Betriebsgelände eine Rolle spielen, sodass Sie die Betriebswege daher mit entsprechenden Verbotsschildern absichern müssen.

Gestaltungskriterien von Verbotsschildern nach StVO

Die Verbotszeichen im Straßenverkehr sind weltweit verschieden. In Deutschland haben sie teilweise das bekannte Aussehen: Eine Ronde mit weißem Hintergrund und rotem Rand. Darauf befinden sich, als Kontrast zu dem weißen Hintergrund, die schwarzen Sinnbilder. Besonders ist jedoch, dass im Gegensatz zu Verbotsschildern gemäß ASR A1.3 und ISO 7010, manchen Verbotsschildern nach der StVO der Querbalken von oben links nach unten rechts fehlt. Es gibt Hinweisschilder wie zum Beispiel Verbote zu Geschwindigkeitsüberschreitungen, deren Piktogramm nicht überdeckt wird. Damit wird eine bessere Erkennbarkeit der Geschwindigkeitsvorgaben gewährleistet.
Eine andere Besonderheit stellt zudem das STOP-Schild dar: Dieses ist achteckig, nicht rund, und noch dazu weltweit als einziges Verbotsschild für Verkehrsteilnehmer verständlich.

Sinnbilder nach § 39 StVO und die Bedeutung von bekannten Verbotsschildern nach §41 StVO

Die Parapgraphen §39 und §41 in Teil II der StVO beinhalten wesentliche Bestimmungen zu den Sinnbildern und allgemeingültigen Verbotszeichen in Deutschland.
Sinnbilder auf Verkehrszeichen

Den Sinnbildern folgend, umfassen Verkehrsverbote also auch andere Verkehrsarten als nur das Führen eines Kraftfahrzeuges. Verbotsschilder für Radfahrer, Krafträder oder Fußgänger sind ebenfalls Bestandteil der Straßenverkehrsordnung. § 41 StVO beinhaltet eine Übersicht über alle aktuell geltende Verkehrsverbote. Einige relevante Verbotsschilder für die Sicherung Ihrer Betriebswege können zum Beispiel die folgenden sein:

Verbotsschild Zeichen Bedeutung
Verbot Fahrzeuge aller Art 250 Verkehrsverbot für Fahrzeuge aller Art.
Verbot der Einfahrt 267 Einfahrt verboten. Hier darf nicht hineingefahren werden.
Verbot für Kraftfahrzeuge über 3.5t 253 Verbot für Kraftfahrzeuge mit einem Zulässigen Gesamtgewicht über 3,5t,
einschließlich ihrer Anhänger, und Zugmaschinen, ausgenommen Personenkraftwagen und Kraftomnibusse
Fußgänger verboten 259 Fußgänger verboten. Fußgänger dürfen hier nicht durchgehen.
STOP Schild 206 HALT! Hier muss man stehen bleiben und links und rechts Vorfahrt geben.